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Adpositas-Chirugie - Magenband

Gastric Banding (Magenband)

Das "Silikon-Magenband-System" wurde 1983 von Dr. Lubomyr I.Kuzmak (Livingstonein magenband, New Jersey, USA) entwickelt, weitere Verbesserungen führten bis 1986 zum heutigen, gebräuchlichen verstellbarem Silikon-Magenband.
Das Magenband ist aus einem weichem ca. 13 cm breitem gewebeverträglichen Silikonband, welches zu einem ca.10 cm großen Ring geschlossen werden kann. Es beitzt ein elastisches Gefäß, welches, über einen sogenannten Port, der dicht unter der Haut im Fettgewebe platziert wird, durch Injektionen mit Flüssigkeit (Kochsalzlösung) aufgefüllt werden kann. Das Band wird, in einer labroskopischen Operation, um den oberen Teil des Magens gelegt, so dass der Magen in zwei Teile aufgeteilt wird, einen kleinen Teil oberhalb des Bandes mit etwa 25 ml Inhalt,  dem Pouch, und dem Restmagen unterhalb des Bandes. Diese beiden Teile, ähnlich einer Eieruhr, sind durch eine kleine Öffnung unter dem Band miteinander verbunden. Diese Verbindung wird Stoma genannt.

Ziel der Magenoperation ist es, die Speiseaufnahme zu vermindern und ein längeres Sättigungsgefühl nach der Nahrungsaufnahme zu erreichen. Die Nahrung gelangt zunächst in den Vormagen, dessen Wand gedehnt wird, dadurch magenbandstellt sich ein schnelles Sättigungsgefühl ein. Vom Vormagen gelangt die Nahrung über die verstellbare Verengung in den Restmagen. Im ersten halben Jahr wird diese Verengung etwa monatlich durch den Chirurgen angepasst. Dies geschieht durch einen praktisch schmerzlosen kleinen Hautstich; die Haut wird zuvor unempfindlich gemacht. Zur überprüfung wird ein wasserlösliches Kontrastmittel in das Band gefüllt.

Nach problemlosen Verlauf der ersten 4 bis 6 Wochen wird ambulant die Bandblockung vorgenommen. Voraussetzung ist einsetzendes Hungergefühl und ein nachlassender Gewichtsverlust. Fehlt der Hunger und der Gewichtsverlust kann die Bandfüllung hinausgeschoben werden. Später ist der regelmäßige Kontakt zur Ambulanz der Klinik wichtig, um Unregelmäßigkeiten in der Gewichtskurve zu erfassen und bei Bedarf die Blockung des Bandes zu erhöhen oder zu reduzieren.

Entscheidene Vorteile des Magenbandes gegenüber anderen Verfahren:

  • Die Organe werden bei der Operation nicht verändert!
  • Die Nährstoffaufnahme wird nicht verändert, so das wegen schlechterer
    Absorption keine Mangelersheinungen autreten
  • Der Ausgangszustand ist bei Bedarf wieder herstellbar.
  • Das Band ist von außen über ein Schlauchsystem (Port) steuerbar und kann 
    für jeden Patienten individuel eingestellwerden
  • Eine Magenspiegelung ist auch weiterhin möglich

Nachteile:

  • Bei diesem Verfahren ist mit einem geringeren Gewichtsverlust zu rechnen
  • Ein Erfolg kann ganz ausbleiben, wenn Patien viele zwischen Mahlzeiten
     einnimmt und viel hoch kalorische Getränke trinkt.
  • Längerfristig kann es zu Problemen kommen, wenn sich der Magen erweitert
    oder sich seine Beweglichkeit ändert.

Beim Magenband ist die Mithilfe des Patient entscheident. Er muss lernen auf die Signal seines Körpers zu hören und seine Ernährung umstellen. Hier hilft Ihm am besten ein auf Adipositas-Chirurgie geschulter Ernährungsberater.

Animation Magenband (YouTube Video)

Aktualisiert ( Sonntag, den 30. August 2009 um 11:30 Uhr )