| Adpositas-Chirugie - Magen-Bypass |
Magen-Bypass (RNY)
Ein Magen-Bypass stellt einen massiven operativen Eingriff mit entsprechenden Risiken dar. Er kommt vor allem dann in Frage, wenn das Übergewicht vorwiegend auf übermäßigen Konsum von Flüssigkeiten und besonders süßen Getränken zurückzuführen ist. Ein Magenballon oder Magenband ist hier oft wirkungslos.
Beim Magen-Byp
ass wird das Magenvolumen mit Hilfe einer Heftnaht (Pouch) reduziert und der Magen in zwei Teile ohne Durchgang getrennt: Es verbleibt ein kleiner Magen am Ende der Speiseröhre (ca. 15 bis 25 ml Fassung svermögen). Der große Restmagen wird umgangen (engl.: «Bypass») und hat keine Speicherfunktion mehr. Anschließend wird der Dünndarm an einer Stelle durchtrennt, um etwa 150 cm gekürzt und das eine Ende an die Öffnung der Magentasche genäht, während das andere Ende wieder mit dem restlichen Dünndarm verbunden wird, so dass eine Y-förmige Montage entsteht. Bei dieser Methode gelangt die Nahrung von der kleinen Magentasche direkt in den Dünndarm. Mit der Umleitung gewisser Magensäfte wird zudem die Fettverdauung auf rund 60 Prozent reduziert,das restliche mit der Nahrung aufgenommene Fett wird unverdaut ausgeschieden.
Ein Magen-Bypass führt aber nicht nur zu einem früheren Sättigungsgefühl und zu einer reduzierten Nahrungsaufnahme und -verdauung: Mit Süßigkeiten und süßen Getränken kann auch ein «Dumping-Syndrom» ausgelöst werden. Dessen unangenehme Symptome – Schwächegefühl, Blässe, Druckgefühl im Oberbauch, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall etc. – verleiden dem Patienten nachhaltig den Konsum von Süßigkeiten und süßen Getränken wie Cola und Limo.
Animation zum Magenbypass (YouTube Video)
| < Zurück |
|---|
Aktualisiert ( Montag, den 14. Juni 2010 um 19:52 Uhr )










