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Fachmännische Ernährungstherapie ist wichtig
Auch bei einer adipositas-chirurgischen Behandlung ist es wichtig an einer Ernährungstherapie teil zu nehmen.
Natürlich wird durch eine entsprechende OP, wie Magenbypass, Magenband, Magenballon und auch dem DDS das Sättigungsgefühl beeinflusst, aber die Sucht oder Esslust wird es immer geben. Somit ist es wichtig bei einem entsprechenden Hungergefühl zu wissen worauf man achten muss um dann das Richtige zu essen.
Eine richtige und qualifizierte Ernährungsberatung bezieht sich nicht nur auf das, was wir ohnehin schon wissen (das Kuchen und Schokolade kalorienreicher und auch ungesünder als Obst und Gemüse sind, wissen wir wohl alle), sondern man hilft uns auch zu verstehen, wo unsere Fehler liegen und wie wir mit leichten Tricks den Fettstoffwechsel ankurbeln können.
Wir müssen lernen wie wir uns anders, aber genau so gut und auch abwechslungsreich ernähren können, um nicht nur abzunehmen, sondern auch das Gewicht später zu halten.
Wichtig ist es zu einem Gleichgewicht zwischen Ernährung, Bewegung und unseres Essverhaltens zu kommen. Dabei ist es zu berücksichtigen, dass ein stark übergewichtiger Mensch nicht gleich zu sportlichen Höchstleistungen fähig ist, aber mit jedem Pfund das man verliert sportliche Aktivitäten leichter werden. Am Anfang sind Sportarten wie Wassergymnastik und auch Nordic Walking zu empfehlen, weil sie unsere stark strapazierten Gelenke schonen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man über jeden Meter den man später weiter laufen kann unheimlich stolz ist.
Wann sollte man mit einer Ernährungsberatung/Ernährungstherapie beginnen?
Sobald wie möglich. Nicht nur weil die Krankenkassen und auch der MDK dies für einen Kostenübernahmeantrag verlangen (die drei Säulentherapie - ein Jahr Ernährungstherapie, Bewegungstherapie und Psychotherapie), sondern es ist sinnvoll die Ernährung schon vorher umzustellen. Damit man schon frühzeitig weiß auf was man vor und nach der OP achten muss.
Z.B. sollte man vier Wochen vor der OP schon mit der Flüssigphase anfangen, welche dazu dient das OP-Risiko zu mindern, denn durch die vierwöchige Flüssigphase verliert man schon einige Pfunde und entlastet zudem auch seine Organe.
Nach der OP sollte auch eine, zwischen ein und vier Wochen dauernde, Flüssig/Breiphase (je nach OP-Methode) einhalten um den Magen und die frischen Wunden zu schonen.
Mit Flüssigphase ist dabei nicht gemeint, dass man nur Brühe bekommt. Nein, es sollte schon eine abwechslungsreiche Ernährung sein. Wie zum Beispiel mit eiweißreichen Milchspeisen (Griessuppe, Puddingsuppe oder auch eine dünne Quark- oder Joghurtspeise ergänzt mit passiertem Obst, aber bitte ohne Zucker). Oder aber man nimmt eine Brühe und passiert sich ein bisschen Gemüse, Fleisch oder Fisch dazu. Wichtig dabei ist die „Trinkfähigkeit“. Die Frage dabei ist: Kann ich es noch durch einen Strohhalm trinken?
Auch ist es hilfreich vor der OP schon darauf zu achten genügend Vitamine und auch Eiweiß zu sich zu nehmen, damit man nicht mit einer Mangelerscheinung in die OP geht.
Eiweiß ist sehr wichtig.
Man rechnet 1g Eiweiß pro kg Sollgewicht.
Magenoperierte sollten 20g Eiweiß zusätzlich rechnen. Für einen Menschen mit eingeschränkten Essvolumen erscheint das manchmal sehr schwer, darum kann man auch auf zusätzliche Eiweiß-Shakes zurückgreifen, die jedoch nicht zu viele Kohlenhydrate enthalten sollten. Gut eignen sich immer Eiweiß-Shakes aus dem Fitness-Studio, weil man dort auf die Zusammensetzung sehr viel Wert legt.
Eiweiß hat auch einen großen Einfluss auf die Abnahme, denn Eiweiß steigert den Energieverbrauch nach der Nahrungsaufnahme und hat eine wesentlich höhere Sättigungswirkung.
Wo findet man Eiweiß:
- - Fisch
- - Fleisch
- - Milchprodukte
- - Ei
- - Nüssen
- - Kartoffeln
- - Hülsenfrüchte
- - Brot
Hier noch ein kleiner Buchtipp: „ Kleine Nährwerttabelle oder auch Kalorien mundgerecht“
10 gr. tierisches Eiweiß sind enthalten in:
- 300 ml Milch
- 300 g Joghurt
- 75 g Quark
- 50 g Fisch
- 50 g Pute
- 50 g Rind/Schwein
- 30 g Käse 30%
- 2 kleine Eier
Es gilt immer je fettärmer, desto eiweißreicher
10 g pflanzliches Eiweiß enthalten z.B.:
- 100 g Tofu
- 25 g getr. Sojafleisch
- 50 g Hülsenfrüchte (viele Kohlenhydrate)
- 40 g Erdnüsse (Vorsicht viel Fett)
- 70 g Walnüsse
- 500 g Kartoffeln
- 120 g Brot
- 1000 g Gemüse
Deshalb sollten wir schon bei den Zwischenmahlzeiten darauf achten, dass sie Eiweiß enthalten. Es gibt endlose Möglichkeiten. Egal ob Joghurt/Quark mit oder ohne Obst, Gemüse mit Dips oder auch ein Wurst- oder Käseschnittchen.
Genauso sollte man bei den Hauptmahlzeiten auf Eiweiß achten und dort einen für uns recht wichtigen kleinen Kniff einhalten: immer zuerst den Eiweißträger, dann die Beilage (Salat, Gemüse) und zuletzt die Kohlenhydrate (Kartoffeln, Nudeln), denn für uns ist das Eiweiß das wichtigste und es hilft uns nicht wenn wir einen vollen Magen haben (nach der OP ist das schnell erreicht) und das Beste für uns auf dem Teller bleiben muss.
Deshalb ist es auf jeden Fall sehr wichtig eine versierte Ernährungsberatung aufzusuchen. Dort wird man auf Sie persönlich eingehen und Ihr Essverhalten analysieren. Denn jeder Mensch is(s)t anders und auch jede OP-Methode erfordert eine andere Ernährung. Die Kosten werden meistens von den Krankenkassen übernommen.
Chefarzt Dr. med. Dellanna vom Marienkrankenhaus in Ratingen arbeitet mit der Dipl. Ooecotrophologin, Ernährungsberaterin DGE Karin Wagner aus Düsseldorf zusammen.
Karin Wagner
Ernährungsberatung / Ernährungstherapie
An der Wilkesfuhrt 7
40599 Düsseldorf
Tel. 0211 – 700 60 33
Fax 0211 – 700 60 34
Mobil 0174 – 930 65 30
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Aktualisiert ( Donnerstag, den 06. August 2009 um 22:50 Uhr )










